Dessau-Roßlau - Neun Jahre nach dem Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle hat die Staatsanwaltschaft ein neues Ermittlungsverfahren zur Todesursache eingeleitet. Dabei soll geklärt werden, wodurch das Feuer am 7. Januar 2005 in der Zelle genau ausbrach und Jalloh letztlich ums Leben kam. Dies geht aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau vom Donnerstag hervor. Bisher gingen die Ermittler davon aus, dass der Asylbewerber das Feuer selbst gelegt hatte. Laut Obduktion starb der Mann aus Sierra Leone an einem Hitzeschock. Ein neues Gutachten einer Initiative zum Gedenken an ihn war Anlass für die neuen Ermittlungen.