Wangen - Die Welt der bronzezeitlichen Herrscher vor etwa 4000 Jahren zeigt eine neue Sonderausstellung im Besucherzentrum Arche Nebra (Burgenlandkreis). Zu sehen sind rund 60 Funde vom Schwert über Gefäße bis zu Grabbeigaben und Schmuck. Zu der Schau, die am Freitag beginnt und bis zum 2. November dauert, erwartet die Arche 40 000 bis 50 000 Besucher. "Präsentiert werden neueste archäologische Forschungen hinsichtlich der Veränderungen der Herrschaftsstrukturen zu jener Zeit", sagte Ausstellungsleiter Bernd Zich am Donnerstag.

Die Schau unter dem Motto "Die Herrscher der Bronzezeit - Wandel der Eliten in Mitteldeutschland" dokumentiert, dass vor etwa 4000 Jahren Fürsten große Gebiete in Mitteldeutschland beherrschten. Wie groß ihre Macht war, zeigen goldene und kupferne Beigaben aus mehreren Fürstengräbern.

Hintergrund der Schau ist die Himmelsscheibe von Nebra mit der weltweit ältesten konkreten Himmelsdarstellung, die vor 3600 Jahren vergraben wurde. Damals gab es einen gesellschaftlichen Umbruch. Die Macht der einstigen Eliten ging auf viele regionale Herrscher über, den sogenannten Schwertadel.

In der Nähe des Besucherzentrums Arche Nebra, auf dem Mittelberg, hatten 1999 zwei Männer die Himmelsscheibe illegal ausgegraben. Das Original steht in der Dauerausstellung des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle.