Magdeburg - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) setzt auch in Zukunft auf einen Mix aus Braunkohle und erneuerbarer Energie. Die Kohleverstromung werde vor allem als "netzstabilisierender Grundsockel" benötigt und sollte aus modernsten Kraftwerken gespeist werden. Dazu solle ein erheblich steigender Anteil aus erneuerbaren Quellen kommen. "Damit kann in den nächsten Jahrzehnten eine stabile Energieversorgung sichergestellt werden", sagte Haseloff am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa.

Sein Parteikollege und EU-Energiekommissar Günter Oettinger hatte am Wochenende erklärt, dass auf Kernenergie in Zukunft verzichtet werden könne. Für die 45 Prozent Energie aus Kohle hingegen gelte das nicht, sagte er der "Bild am Sonntag". Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, auf die sich Bund und Länder verständigt haben, hält er deshalb für nicht ausreichend. Noch vor der nächsten Bundestagswahl 2017 werde so eine weitere grundlegende Reform des Energierechts notwendig.