Magdeburg - Eine eigene Kommission unter dem Vorsitz des früheren Regierungschefs von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer (CDU), könnte über die Zukunft der Behörde für die Stasi-Unterlagen beraten. Er sei von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) angefragt worden und habe seine Bereitschaft signalisiert, sagte Böhmer am Montag der Nachrichtenagentur dpa. "Ich wäre bereit, mitzuarbeiten", sagte Böhmer. Ob es aber dazu kommen werde, wisse er nicht. "Ich bin bislang nicht informiert worden."

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte am Wochenende berichtet, der 78 Jahre alte Böhmer solle die Kommission leiten und die emotionale Debatte um die Schließung der früheren "Gauck-Behörde" moderieren. "Ich sehe darin keine parteipolitisch orientierte Aufgabe", sagte Böhmer der "Berliner Zeitung" und ergänzte: "Deshalb wäre ich bereit, sie zu übernehmen."