Halle - Bei der Aufklärung des Verbrechens an einer Studentin aus Bulgarien setzt die Mordkommission in Halle ihre Hoffnung auf den Schlüssel des Opfers. Die Polizei veröffentlicht ein neues Fahndungsplakat, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte. Erstmals wird dabei der Schlüssel der jungen Frau gezeigt, der an einem schwarzes Band mit einem lila Stoffhasen hängt. Die Ermittler erhoffen sich neue Hinweise aus der Bevölkerung. Bislang gebe es rund 1400 Angaben. Die 29 Jahre alte Mariya wurde am 7. Februar von Spaziergängern im Nebenarm der Saale entdeckt.

Auf der Suche nach dem Täter überprüft die Polizei auch Handydaten. So sollen alle Menschen angerufen werden, die zur möglichen Tatzeit in der Nähe des Tatortes ihr Handy eingeschaltet hatten und in dem Funkbereich waren, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle Medienberichte. Zuerst hatte Radio Brocken darüber berichtet.

"Wir erhoffen uns durch die Anrufe wichtige Hinweise von Zeugen, ob jemand etwas gesehen hat, sich an irgendetwas erinnert", sagte der Sprecher. Es gehe um den Zeitraum vom Abend des 6. Februar bis zum Mittag des 7. Februar. "Uns interessiert nicht, wer mit wem über was telefoniert hat. Es wird auch nichts gespeichert, unsere Anrufe sind auf freiwilliger Basis", sagte der Sprecher mit Blick auf den Datenschutz.

Nach Polizeiangaben fiel die junge Frau einem Tötungsverbrechen zum Opfer. Laut Obduktion wurde sie erwürgt. Die Ermittler gehen zudem von einem Sexualverbrechen und einem männlichen Täter aus. Der Tatort, ein bei Spaziergängern und Joggern beliebter und von Bäumen und Sträuchern gesäumter Weg, soll in der Nähe des Fundortes der Leiche gewesen sein.