Oranienbaum - Eine neue Dauerausstellung zur Tabak-Tradition in Sachsen-Anhalt ist am Freitag im Schloss Oranienbaum eröffnet worden. Rund 1000 Exponate sind in der Schau zu sehen, wie die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz mitteilte. Neben uralten Zigarrenpressen, kleinen Kisten und zahlreichen Pfeifenköpfen aus Holz, Porzellan oder Horn seien auch Fotos sowie Texte ausgestellt. Die Schau mit dem Titel "Tabakcollegium" verteilt sich über sieben Räume, die teilweise mit stilechten Chesterfield-Möbeln ausgestattet sind.

Einst brachte die holländische Prinzessin Henriette Catharina (1637-1708) von Oranien-Nassau nach ihrer Hochzeit die ersten Tabakpflanzen ins damalige Fürstentum Anhalt. Bis ins späte 20. Jahrhundert hinein wurde das Kraut in und um Oranienbaum angebaut und verarbeitet. Das Gartenreich Dessau-Wörlitz, in dem sich unter anderem das Schloss Oranienbaum befindet, zählt heute zum Unesco-Welterbe. Rauchen ist laut Veranstalter in den Ausstellungsräumen verboten.