Dessau-Roßlau - Im Dessauer Prozess um den Mord an einem Mann aus München an der Autobahn 9 werden nach Ostern die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung erwartet. Das teilte das Landgericht Dessau-Roßlau am Montag mit. Der Prozess hatte vor einem Jahr begonnen. Fünf junge Männer sind wegen Mordes aus Habgier angeklagt. Sie sollen ihrem 39 Jahre alten Opfer aus Bayern im Januar 2012 an der A9 (Berlin-München) in Sachsen-Anhalt aufgelauert, es in einen Wald verschleppt und zu Tode geprügelt haben. Laut Anklage waren die Täter auf die Geldkarten ihres Opfers samt Geheimzahl aus.

Sie hatten den Angaben zufolge nach der Tat mit den Karten für 4000 Euro eingekauft, unter anderem Turnschuhe und Kaffee. Die Männer sind auch wegen erpresserischen Menschenraubes, wegen Raubes mit Todesfolge und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Das spätere Opfer war mit einem Umzugstransporter auf dem Weg von München zu seinen Eltern in Richtung Hamburg. Ermittler hatten die Angeklagten nach der Tat in Litauen festgenommen.