Magdeburg - Fünf Jahre nach dem Start von "Museum-Digital" nutzen bundesweit rund 300 Museen die Internet-Plattform und präsentieren ihre Exponate online. Sammlungen und Objekte seien weltweit für Wissenschaft, Schule und für das allgemeine Publikum im Internet verfügbar, teilte Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) am Montag mit. Der Initiative des Museumsverbandes Sachsen-Anhalts haben sich inzwischen unter anderem Berlin, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen angeschlossen.

Rund 6500 Museen gibt es in Deutschland. "Kaum ein Museum kann alle von ihm verwahrten Objekte gleichzeitig zeigen. Vieles muss - kaum beachtet - in den Depots verbleiben", sagte Susanne Kopp-Sievers, Geschäftsführerin des Museumsverbands. Noch fehle jedoch vielen Museen das Personal, um die abfotografierten Exponate ins Internet zu stellen. "Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle hat extra eine Person abgestellt, die fleißig alles eingibt", erklärt Kopp-Sievers.

Unter "www.museum-digital.de" werden die Objekte in der Regel mit Foto und einer ausführlichen Beschreibung vorgestellt. Allein aus Sachsen-Anhalt können auf der Internetseite knapp 20 000 Objekte bestaunt werden. Rund 80 Museen stellen Exponate zur Schau. Wissbegierige können sich so innerhalb von Sekunden durch die Jahrhunderte klicken. Vom Mammutknochen aus dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle über einen Damenschuh aus dem 18. Jahrhundert bis hin zum Sitzei-Gartenmöbel der 70er Jahre aus dem Haus der Geschichte Wittenberg finden Stöberer Tausende Unikate.