Schönebeck (nrc) l Man konnte René Kausmann, Trainer des Schönebecker SC aus dem Gespann mit Heiko Böhler, durchaus verstehen. Im Verbandsliga-Spiel gegen den VfB Sangerhausen, das der SSC am Sonnabend mit 0:1 (0:1) abgeben musste, ging aber auch alles schief, was irgendwie schief gehen konnte. "Ich will keine Entschuldigungen suchen", betonte der Coach. "Unsere Mannschaft hat viel mehr ohne als mit Ball gespielt und die Laufbereitschaft war katas-trophal." Die Mannschaft hatte nicht ihren besten Tag. Doch offenbar galt das auch für die Unparteiischen. "Zweimal streckt der Gegner die Beine gegen unsere Spieler und es wird weder abgepfiffen, noch gibt es Gelb", haderte Kausmann. "Ich will dem Schiedsrichter nichts unterstellen, aber er hatte wohl alles anderen als einen guten Tag. Dies gilt auch für seine Assistentin."

In den vergangenen Partien haderte das Trainergespann immer wieder mit der Chancenverwertung. "Da wir aber kaum mit dem Ball gespielt haben, fielen unsere Chancen dieses Mal eher mager aus", so Kausmann. Dies lag wohl zum Teil "aber auch am Platz. Er war nicht ideal. Techniker wie Instenberg, Viser oder Krause sind auf solchem Boden schon im Nachteil."

In der ersten Halbzeit gelang vor allem das Zusammenspiel im Mittelfeld nur bedingt. Durch die wenige Laufarbeit der Gastgeber konnte sich Sangerhausen Feldvorteile erarbeiten und nutzte diese in der 39. Minute zum fälligen 1:0 durch Robert Knopp.

In Hälfte zwei besserte sich die Spielweise des SSC immerhin, doch entscheidende Chancen blieben aus. So mussten sich die Elbestädter am Ende mit 0:1 geschlagen geben. "Wir haben sicherlich nicht das beste Spiel der Saison gezeigt, aber die Unparteiischen haben dem Gegner Sachen durchgehen lassen, die eigentlich einer Strafe bedurften", so Kausmann abschließend.

SSC: Giebichenstein - Instenberg, Renger, Falkenberg (60. Kotkowski), De Oliveira, Liebold, Weiler, Fiser, Sommermeyer, Schulz, Krause

Tore: 0:1 Robert Knopp (39.), SR: Tim Kohnert, ZS: 101, Gelb-Rot: Chris Klarner (89.) -Sangerhausen