Halle - Der Hallesche FC macht sich trotz Auflagen keine Sorgen um seine Drittliga-Lizenz. Die Saalestädter haben innerhalb von zwei Tagen schon zwei Drittel der aufzubringenden Summe über Sponsoren-Bürgschaften zusammenbekommen, teilte Vereinspräsident Michael Schädlich am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa mit. "Für den Rest haben wir jetzt noch einen Monat Zeit. Wir sind hoffnungsfroh und einigermaßen entspannt, dass wir das Geld bis zum Stichtag 27. Mai zusammenhaben", erklärte er. Zuvor hatten mehrere Medien vermeldet, dass dem HFC für die kommende Saison noch 400 000 Euro im Etat fehlen.

Diese Zahl bestätigte Schädlich zwar, machte aber auch deutlich, dass es sich bei dem Fehlbetrag in keinster Weise um eine Folge von Misswirtschaft, wie etwa verfehlter Transferpolitik handele. Vielmehr sei die Summe ein später Ausdruck der Flutschäden, die im vergangenen Sommer am Nachwuchsleistungszentrum der Saalestädter entstanden waren. So benannte Schädlich etwa den Bau einer Containerburg als Umkleide-Provisorium als Zwangsinvestition.

"Wir mussten das Geld relativ kurzfristig ausgeben, damit die 300 Kinder in unserem Verein wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen können", sagte Schädlich. Er hofft auf entsprechende Rückzahlungen aus dem Fluthilfefond des Landes, sagte der HFC-Präsident.