Halle - Im Prozess um die mehrfache Misshandlung eines früheren Klassenkameraden haben sich die drei Angeklagten bei ihrem Opfer im Gerichtssaal entschuldigt und die Taten gestanden. Dem war ein Gespräch des Landgerichts Halle mit der Staatsanwaltschaft, der Nebenklage und den Verteidigern vorausgegangen. Dabei wurde bei einem Geständnis eine Einstellung des Verfahrens gegen die Zahlung von Schmerzensgeld an das Opfer in Aussicht gestellt. Zum Auftakt des Prozesses am Dienstag hatten die Angeklagten angegeben, sich nicht zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft äußern zu wollen.

Laut Anklage sollen sie ihren damals 15 Jahre alten Klassenkameraden von März 2010 bis November 2011 in Morl bei Halle grundlos mit einem Baseballschläger, Hammer und Stöcken geschlagen und verletzt haben. Zudem sollen sie ihn gefesselt, mit einer Softgun-Waffe beschossen und ihm Zigaretten auf dem Arm ausgedrückt haben. Die heute 20 bis 22 Jahre alten Männer sind wegen gefährlicher Körperverletzung in sieben Fällen angeklagt.