Halle - Der ehemalige Diskuswurf-Bundestrainer Gerhard Böttcher ist tot. Wie erst am Mittwoch bekannt wurde, starb der Hallenser am Osterwochenende im Alter von 68 Jahren in seiner Heimatstadt. Das bestätigte der Sportliche Leiter der Halleschen Werfertage, Falk Ritschel, am Mittwoch. "Gerhard war kerngesund. Sein Tod kam für uns alle völlig unerwartet und ist ein harter Schlag für unseren Verein", erklärte Ritschel.

Böttcher arbeitete von 1992 bis 2001 als Diskuswurf-Bundestrainer, war dabei sowohl für die Frauen als auch für die Männer verantwortlich. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta gewann sein Schützling Ilke Wyludda die Goldmedaille. Der Wurfexperte hatte fast alle halleschen Spitzenathleten im Kugelstoß oder Diskuswurf betreut, so auch die WM-Zweiten Helma Knorrscheidt und Nadine Müller.

Böttcher war Vizepräsident der Halleschen Leichtathletik Freunde und steckte mitten in der Vorbereitung der Halleschen Werfertage (17./18. Mai). Er hatte das Meeting einst mit initiiert und war Leiter des Organisationsbüros.