Heringsdorf/Dessau - Gut einen Monat nach dem Badeunfall eines kleinen Jungen in einem Hotelpool in Heringsdorf (Mecklenburg-Vorpommern) werden die Ermittlungen in Kürze voraussichtlich eingestellt. "Die Polizei hat keine Anhaltspunkte gefunden, die den Verdacht einer Verletzung der Aufsichtspflicht gegen den Vater erhärten würden", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund am Mittwoch. Der Dreijährige aus Dessau war am 17. März in dem Hotelpool untergegangen und dabei lebensgefährlich verletzt worden. Nach ersten Untersuchungen der Polizei hatte der Vater im Badebereich auf das Kind aufpassen sollen, während sich die Mutter in der Sauna aufhielt.

Laut Polizei hatte der Vater angegeben, er habe den Jungen nur kurz aus den Augen gelassen. Das Kind wurde auf dem Grund des etwa 1,30 Meter tiefen Schwimmbeckens gefunden, herausgezogen und vom Vater und danach von einem Notarzt wiederbelebt. Der Junge wurde Anfang April aus dem Krankenhaus entlassen, wie der Staatsanwalt sagte. Zu möglichen gesundheitlichen Folgen machten die Ärzte keine Angaben, der Junge sollte aber noch eine Rehabilitationsbehandlung bekommen. Nun würden die Ergebnisse der Ermittlungen zusammengetragen und der Staatsanwaltschaft noch einmal vorgelegt, die abschließend entscheide.