Halle - Zehn Jahre nach der Osterweiterung der Europäischen Union gibt es in Sachsen-Anhalt nur wenige osteuropäische Arbeitskräfte. "Nicht mal ein halbes Prozent aller Beschäftigten im Land stammt aus den damaligen Beitrittsländern", sagte der Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Kay Senius. Derzeit seien 3352 Menschen aus den Beitrittsländern sozialversicherungspflichtig im Land beschäftigt. Während ihre Zahl zwischen 2011 und 2013 bundesweit um 140 000 stieg, wurden es in Sachsen-Anhalt nur 2100 mehr. "Das zeigt, dass unser Land weniger attraktiv für Fachkräfte ist", sagte Senius. "Die Zuwanderung ging an Sachsen-Anhalt vorbei."