Magdeburg - Verpflegung, Reinigung und EDV-Betreuung wird in der Justizvollzugsanstalt Burg (JVA) vom 1. Mai an staatlich organisiert. Das Kochen übernehmen dann sechs Justizvollzugsbeamte mit der Unterstützung von Häftlingen, wie Justizministerin Angela Kolb (SPD) am Dienstag mitteilte. Bisher waren mit den Aufgaben private Dienstleister betraut, sie werden künftig nur noch Sicherheitsdienste übernehmen. Grund für die Umstellung seien Kosteneinsparungen, sagte Kolb. Vor einem halben Jahr mahnte der Landesrechnungshof die Wirtschaftlichkeit des Gefängnisses an.

Die JVA Burg gilt als eines der sichersten Hochsicherheitsgefängnisse in Europa. Das Gefängnis besteht seit Anfang 2009 und beschäftigt 300 Bedienstete, darunter 200 Vollzugsbeamte. In Burg sind 600 männliche Gefangene inhaftiert, die zu einer Freiheitsstrafe von mindestens drei Jahren verurteilt worden sind. Auch Sicherungsverwahrte sind in einem eigenen Bereich dort untergebracht.