Marienborn - Eine Ausstellung unter dem Titel "SED, wenn Du nicht gehst, dann gehen wir!" ist vom kommenden Mittwoch an in der Gedenkstätte Deutsche Teilung am ehemaligen Grenzübergang Marienborn zu sehen. Sie öffnet damit genau 25 Jahre nach den gefälschten Kommunalwahlen vom 7. Mai 1989, die das Ende der DDR einleiteten, wie das Kultusministerium am Samstag mitteilte. Die Schau beleuchtet den Zeitraum von den Kommunalwahlen über die friedliche Revolution im Herbst 1989 bis zu den ersten freien Volkskammerwahlen im März 1990.

Zeitgenössische Dokumente, aufgezeichnete Interviews mit damaligen Akteuren und TV-Beiträge sollen die Ereignisse lebendig vermitteln, wie das Ministerium weiter mitteilte. Zur Eröffnung wird Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) ein Podiumsgespräch zwischen dem früheren DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann und dem früheren SED-Oberbürgermeister von Dresden, Wolfgang Berghofer, moderieren. Die Schau soll danach auch in Wittenberg, Halle und Magdeburg zu sehen sein.