Friedrichshafen - Die Berlin Volleys haben zum dritten Mal nacheinander die deutsche Volleyball-Meisterschaft gewonnen und Rekordchampion VfB Friedrichshafen ein weiteres Mal die Grenzen aufgezeigt.

Die Mannschaft des australischen Trainers Mark Lebedew bezwang den Club vom Bodensee mit 3:1 (23:25, 25:17, 25:17, 26:24) und sicherte sich damit im vierten Playoff-Duell den nötigen dritten Sieg.

Die Berliner hatten zwar zu Beginn der Partie ordentlich Anlaufschwierigkeiten, spielten aber mit zunehmender Dauer ihre Klasse aus und feierten verdient ihr insgesamt sechstes Championat. Das Team von Coach Stelian Moculescu hingegen zog gegen den Dauerrivalen von der Spree erneut den Kürzeren und wartet damit seit 2011 auf den Meistertitel.

"Am Ende hatten wir ein bisschen Glück", resümierte Berlins Manager Kaweh Niroomand. "Diese vier Spiele hatten eine hohe Qualität." Für Volleys-Star Robert Kromm stand fest: "Jetzt werden wir die Hotelbar unsicher machen." Der Titel wurde damit auch zu einem nachträglichen Geschenk für Lebedew, der wie auch Moculescu tags zuvor Geburtstag gehabt hatte.

Die Friedrichshafener konnten zum ersten Mal in dieser Prestigeserie auf Stammzuspieler Nikola Jovovic zurückgreifen, der nach einer Bauchmuskelzerrung zumindest phasenweise spielen konnte. Anfangs ließ der VfB die Gäste aus der Hauptstadt nicht zum Zug kommen und holte sich Durchgang eins. Doch ab Satz zwei zogen die Volleys das Tempo an und düpierten ein ums andere Mal den Block der Gastgeber - ganz zum Unwillen der VfB-Fans in der ZF Arena.

Im vierten Satz mobilisierten die Friedrichshafener nochmal alle Kräfte und gingen sogar mit 14:8 in Führung. Doch die Berliner wehrten schließlich zwei Satzbälle ab und sicherten sich in einer heißen Schlussphase noch den Triumph.