Berlin - Menschen in den alten Bundesländern haben nach Einschätzung der Krankenkasse Barmer GEK Nachholbedarf bei der Zahnvorsorge. Weniger Zahnarztmuffel gibt es demnach in den ostdeutschen Ländern: 2012 sind jeweils mehr als 60 Prozent der Thüringer und Sachsen zur Prophylaxe gegangen, wie die Barmer am Mittwoch mitteilte. In Bremen lag der Wert nur bei rund 44 Prozent, in Bayern bei 56 Prozent.

Die Schere geht auch bei den Eigenanteilen für Zahnersatz auseinander: In Baden-Württemberg wurden dafür im Schnitt 936 Euro ausgegeben, in Sachsen-Anhalt nur 508 Euro. Als Ursachen vermutet die Barmer GEK unterschiedliche Sozialisation und ein Wohlstandsgefälle. Grundlage des jährlichen Reports sind anonymisierte Routinedaten der Barmer GEK. Bei der Kasse sind rund 8,6 Millionen Deutsche versichert.