Halle - Wegen schwerer Untreue in drei Fällen muss sich Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) vom 3. Juli an vor dem Landgericht verantworten. Das teilte ein Gerichtssprecher am Donnerstag mit. Wiegand soll kurz nach Amtsantritt, am 1. Dezember 2012, drei von ihm ausgesuchte Mitarbeiter seines persönlichen Stabes höher als im Tarifvertrag eingruppiert haben. Dies betraf den Angaben zufolge speziell eine Klausel zur Berufserfahrung. Statt in der niedrigsten Stufe 1 seien sie in dem Punkt sofort in die höchste Stufe 5 eingruppiert worden, erklärte der Sprecher. Das Landgericht Halle hat insgesamt sechs Verhandlungstermine bis zum 23. Juli anberaumt. Wiegand hatte die Vorwürfe stets bestritten.