Magdeburg - Für die Ernährung von Kindern und Jugendlichen in Kitas und Schulen wird zu wenig Geld ausgegeben. Darauf hat am Donnerstag die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung in Magdeburg hingewiesen. Ein Mittagessen in der Schule entsprechend den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung würde zwischen 3,14 und 4,25 Euro kosten. Der Durchschnittspreis in Sachsen-Anhalt liege aber bei rund zwei Euro. Dennoch sei es der Vernetzungsstelle seit ihrer Gründung vor fünf Jahren gelungen, mit vielen regionalen Initiativen die Qualität der Kita- und Schulspeisung zu verbessern.

Laut Projektleiterin Melanie Nitschke bedarf die weitere Verbesserung der Schulverpflegung eines gesellschaftlichen Umdenkens hin zu mehr Wertschätzung für gesunde, hochwertige Ernährung. "Wir befinden uns in einem Spannungsfeld zwischen Bio-Trend und gänzlich fehlendem Werteverständnis für gesunde Ernährung, zwischen Armut und Reichtum, zwischen wissenschaftlichen Empfehlungen zur gesunden Ernährung und konträren regionalen Geschmacksvorlieben", stellte Nitschke fest.

Besseres Essen entsteht laut der Servicestelle etwa, wenn Schulen und Kitas das Essen selbst zubereiten. Damit entfielen lange Warmhaltezeiten und es könnten Produkte regionaler Anbieter verwendet werden. Es geht aber auch um gesündere Snacks am Schulkiosk oder ein gesünderes Trinkverhalten. Bund und Land haben die Stelle in den vergangenen fünf Jahren mit rund 434 000 Euro gefördert.

Schulessen steht immer wieder in der Kritik, weil es zu wenig Obst und Gemüse und dafür zu viel Fleisch enthält. Zudem werde es oft stundenlang warmgehalten.