Magdeburg - Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) und Landtagspräsident Detlef Gürth haben die Bürger gemeinsam zur Teilnahme an der Europawahl am 25. Mai aufgerufen. Allein in der vergangenen Förderperiode von 2007 bis 2013 seien rund 3,4 Milliarden Euro aus Europäischen Fonds nach Sachsen-Anhalt geflossen, heißt es in dem am Dienstag vorgestellten Aufruf. "Mit Ihrer Beteiligung an den Wahlen zum Europäischen Parlament setzen Sie ein deutliches Zeichen für ein demokratisches Europa", hieß es darin.

Haseloff betonte zugleich auch die Bedeutung der Kommunalwahl am selben Tag. Europa sei ein Europa der Regionen. Die politischen Entscheidungen der EU oder auch des Landes müssten auch auf der kommunalen Ebene ein Gegenstück haben. "Man muss auch starke Kommunen wählen", sagte Haseloff.

Haseloff erklärte, dass die EU-Mittel für Sachsen-Anhalt sich seit 1990 auf rund neun Milliarden Euro summierten. Dies entspreche einem kompletten Jahreshaushalt Sachsen-Anhalts. Rund 40 Prozent aller Fördermittel des Landes stammten von der EU. "Fast in jedem Ortsbild ist erkennbar, was uns Europa gebracht hat." Seit 1990 habe sich vieles getan. "Es ist ein völlig anderes, neues und schöneres Land geworden."

Unterdessen wies Landeswahlleiter Ulf Gundlach auf die Möglichkeit der Briefwahl hin. Spätestens könnten die Briefwahlunterlagen regulär bis zum am 23. Mai um 18.00 Uhr beantragt werden. Wer seinen Antrag persönlich bei der Gemeinde stelle, könne seine Stimme in der Regel auch gleich vor Ort abgeben.