Sangerhausen/Neu Delhi - Der ostdeutsche Fahrradbauer Mifa und Indiens größter Radbauer Hero Cycles haben Übernahmegerüchte dementiert. "Bis jetzt wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen", sagte Rohit Maheshwari von Hero am Mittwoch. Ein Mifa-Sprecher in Sangerhausen erklärte, die Inder planten eine Beteiligung von 15 Millionen Euro, die aber nicht auf eine Mehrheitsbeteiligung hinauslaufe. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, die Investoren seien nicht nur an einem Viertel der Mifa-Aktien interessiert, sondern an mindestens der Hälfte.

Der absatzstärkste deutsche Fahrradhersteller war zuletzt in eine Krise gerutscht. Für das vergangene Jahr muss das börsennotierte Unternehmen aus Sachsen-Anhalt voraussichtlich einen Verlust von 15 Millionen Euro ausweisen. Im März hatten die Inder eine Absichtserklärung unterzeichnet. Angestrebt wird demnach eine umfassende Kooperation bei Einkauf und Produktentwicklung, besonders bei Elektrofahrrädern und -antrieben.