Halle/Saale - Beim Leichtathletik-Klassiker in Halle wird am Wochenende Jubiläum gefeiert, und auch Hammerwurf-Ass Betty Heidler freut sich schon auf die 40. Werfertage. "Halle ist schon ein besonderes Pflaster. Und wenn auch noch das Wetter stimmt, werden alle Wurfgeräte am Samstag wieder weit fliegen", sagte die Olympia-Dritte am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Drei Jahre nach ihrem Weltrekord-Coup will sie ihren Vorjahressieg möglichst wiederholen. Auf eine Weite legt sie sich aber nicht fest, viel wichtiger ist der Berlinerin: "Ich bin fit. Nun muss ich das nur noch umsetzen und zeigen."

Am vorigen Sonntag hatte die 30-Jährige beim Grand Prix in Tokio mit 72,69 Metern gewonnen, zu Saisonbeginn "nach den Trainingslagern und der Herumfliegerei" eine respektable Weite. Heidler hat beste Erinnerungen an das wichtigste deutsche und stets hochkarätig besetzte Werfer-Meeting. Im Vorjahr gewann sie in Halle an der Saale mit 74,92 Metern, am 21. Mai 2011 gelang ihr mit 79,42 Metern der Weltrekord. Heidler startet für die LG Eintracht Frankfurt, hat aber ihren Lebensmittelpunkt nach zwölf erfolgreichen Jahren am Main nun wieder nach Berlin verlegt. Ihre härtesten Konkurrentinnen sind einmal mehr Clubkollegin Kathrin Klaas und die WM-Dritte Wenxiu Zhang aus China.

Stars zum Anfassen im Sportzentrum Brandberge sind auch Diskus-Olympiasieger Robert Harting und Lokalmatadorin Nadine Müller. Die deutschen Asse messen sich im Sportzentrum Brandberge mit starker internationaler Konkurrenz. So trifft Harting eine Woche nach seinem siegreichen Saisondebüt in Wiesbaden auf seinen polnischen Dauerrivalen Piotr Malachowski. Auch sein Bruder Christoph, der im Vorjahr in Halle gewann, und der starke Magdeburger Martin Wierig fordern den Welt- und Europameister aus Berlin.

Nadine Müller von den Halleschen Leichtathletikfreunden stellt sich im Diskusring Julia Fischer aus Berlin und Shanice Craft aus Mannheim. Im Kugelstoßring fehlt diesmal ein Schwergewicht: Doppel-Weltmeister David Storl startet am Sonntag beim Diamond-League-Meeting in Shanghai. Bei den starken Frauen ist die WM-Zweite Christina Schwanitz vom LV 90 Erzgebirge die Favoritin; Denise Hinrichs (Wattenscheid) gibt nach 23-monatiger Verletzungspause ihr Comeback.