Berlin - Ein mutmaßlicher Serientäter, der mehrere seiner Opfer mit K.O.-Tropfen betäubt und ausgeraubt haben soll, muss sich seit Freitag vor dem Berliner Landgericht verantworten. Gegen den 26 Jahre alten Mann liegen sieben Anklagen vor, in denen es um insgesamt elf Tatvorwürfe geht. In drei Fällen habe er Betäubungsmittel eingesetzt, um in den Wohnungen der Opfer Geld und Elektronik zu entwenden. Der Gebäudereiniger legte zu Beginn des Prozesses über seine Verteidigerin ein Teilgeständnis ab.

Der mehrfach als Dieb vorbestrafte Angeklagte sagte, die K.O.-Tropfen habe ein Komplize ins Spiel gebracht. Er habe diesem Mittäter jedoch geholfen, Elektronik aus den jeweiligen Wohnungen zu transportieren. Dafür habe er etwas Bargeld bekommen. Drei Männer hatten sie der Anklage zufolge zwischen Februar und November 2013 mit K.O.-Tropfen in einem Getränk für mehrere Stunden betäubt. Täter und Opfer hätten sich jeweils über das Internet kennengelernt. Dem seit Dezember 2013 inhaftierten Angeklagten werden zudem Überfälle auf Geschäfte sowie Diebstähle zur Last gelegt. Der Prozess wird am 20. Mai fortgesetzt.