Magdeburg - Die Fraktionen von Grünen und Linken in Sachsen-Anhalt haben die Umsetzung eines Aktionsplans gegen Homophobie gefordert. Ein entsprechendes Papier des lesben- und schwulenpolitischen Runden Tischs des Landes liege nun seit einem Jahr vor, erklärte Cornelia Lüddemann, sozialpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie am Samstag. "Dieser Plan nützt natürlich nur was, wenn die, die ihn umsetzen müssen, auch nicht mehr dran vorbeikommen", sagte Lüddemann. Deshalb solle der Landtag noch vor der Sommerpause einen entsprechenden Beschluss zur Umsetzung fassen.

Der Aktionsplan enthält eine Reihe von Vorschlägen, mit denen man den Interessen von Homo-, Bi- und Transsexuellen gerecht werden will. Aufgeführt sind unter anderem Maßnahmen wie Schulunterricht zum Thema "Sexuelle Identität" oder auch Vorschläge für Betreuungs- und Beratungsangebote für Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung Opfer von Gewalt oder Kriminalität geworden sind.

Nach Angaben von Eva von Angern, rechtspolitische Sprecherin der Links-Fraktion, unterstützt auch die Linke den Aktionsplan. Die Landesregierung sei aufgefordert, nun konkrete Schritte zu gehen. Von Angern kündigte an, ihre Fraktion werde den Christopher-Street-Day (CSD) in Magdeburg mit 1000 Euro unterstützen. Am CSD wird wie am Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie versucht, Ängste und Vorurteile gegenüber Menschen mit zum Beispiel gleichgeschlechtlicher Orientierung abzubauen.