Rom - Eine Woche vor Beginn der French Open hat Novak Djokovic das Spitzenduell mit Rafael Nadal im Tennis-Finale von Rom für sich entschieden.

Der serbische Weltranglisten-Zweite setzte sich gegen die spanische Nummer eins der Welt in einem hochklassigen Endspiel mit 4:6, 6:3, 6:3 durch und feierte damit seinen dritten Turniersieg in diesem Jahr. Nach 2:19 Stunden verwandelte Djokovic seinen zweiten Matchball und sicherte sich gegen Nadal den vierten Erfolg in Serie. Zugleich war es der erste offizielle Titel von Djokovic, bei dem sein neuer Trainer Boris Becker dabei war.

Nach der Partie zeichnete Djokovic ein großes Herz in den Sand des Centre Courts. "Das Herz ist für euch und für meine Landsleute, die gerade sehr leiden", sagte er zu den Zuschauern. Djokovics serbische Heimat wird gerade von einem schweren Hochwasser heimgesucht.

Die beiden Superstars der Szene lieferte sich in der italienischen Hauptstadt wieder einmal einen packenden Fight. Nadal erwischte den deutlich besseren Start und schaffte im ersten Satz zwei schnelle Breaks. Zwar nahm Djokovic dem Iberer auch einmal das Service ab, Nadal holte sich den ersten Durchgang aber mit 6:3.

Danach war Djokovic aber nicht mehr zu stoppen. Immer wieder angefeuert von Becker auf der Tribüne agierte der Serbe nun druckvoller und brachte zugleich fast alle Bälle Nadals wieder zurück. Von den Handgelenksproblemen, die ihn vor einer Woche in Madrid noch zur kurzfristigen Absage gezwungen hatten, war nichts mehr zu spüren. Nach 90 Minuten schaffte der 26-Jährige den Satzausgleich.

Auch im entscheidenden Durchgang blieb Djokovic der bestimmende Spieler. Insgesamt nahm er Nadal im dritten Satz dreimal das Service ab und holte sich nach den Triumphen in Miami und Indian Wells den dritten Masters-Titel in diesem Jahr.

Bei den Damen triumphierte Serena Williams. Die Weltranglisten-Erste aus den USA setzte sich im Endspiel gegen die Italienerin Sara Errani klar mit 6:3, 6:0 durch. Die jüngere der beiden Williams-Schwestern benötigte gerade einmal 71 Minuten, um den insgesamt 60. Titel ihrer Karriere perfekt zu machen. Allerdings war Errani auch angeschlagen in das Finale gegangen und klagte ab Ende des ersten Satzes über Schmerzen an der Hüfte.