Magdeburg - Der Internationale Museumstag hat in Sachsen-Anhalt am Sonntag zahlreiche Besucher in Museen, Schlösser, Klöster und Gärten gelockt. "Trotz des schlechten Wetters hat die Führung durch unseren Garten sehr viele Interessenten gehabt", sagte eine Sprecherin der Stiftung Kloster Jerichow. Im Stadtmuseum Gardelegen nutzten die Besucher bei freiem Eintritt die Gelegenheit, Bilder und Skulpturen von Künstlern aus zehn Nationen zu betrachten. In Dessau gab eine Kakteenbörse dem Museumstags-Motto "Sammeln verbindet" eine besondere Note.

Bereits im Vorfeld hatte die Geschäftsführerin des Museumsverbands Sachsen-Anhalt geäußert, dass das Bauhaus in Dessau in diesem Jahr zu den Höhepunkten des Museumstages zählen werde. Diese Erwartung wurde nicht enttäuscht: Tausende Besucher nahmen an den Führungen durch die Meisterhäuser teil, die gerade wiedereröffnet wurden.

Eine Besonderheit war dabei am Sonntag die Kakteenbörse. "Das hat ein ganz eigenes Bild ergeben, als die Kakteen über die Brüstung des Gropiusbaus, des Direktorenbaus, zu sehen waren", sagte Gunnar von Wolffsdorff vom Förderverein Meisterhäuser Dessau auf dpa-Anfrage. Dessauer und Hallenser Kakteenzüchter verkauften ihre Pflanzen und trafen auf eine sehr gute Resonanz.

In Gardelegen wurde am Museumstag die Ausstellung "Grenzen - grenzenlos?" gezeigt. Zu sehen waren nach Angaben von Mandy Botzler die Ergebnisse der 12. Internationalen Werkstattwoche Lüben. "Die Ausstellung wurde sehr gut angenommen", sagte Botzler. Ähnlich äußerte sich die Sprecherin der Stiftung Kloster Jerichow. "Es sind sehr viele Touristen aus dem ganzen Bundesgebiet zu Besuch gewesen."

Am Internationalen Museumstag beteiligten sich etwa 60 der insgesamt mehr als 200 Museen in Sachsen-Anhalt. Diese ziehen nach Angaben des Kultusministeriums des Landes jährlich rund 2,5 Millionen Besucher an.