Halle - Rund 48 000 Besucher haben die Ausstellung "3300 BC - mysteriöse Steinzeittote und ihre Welt" im Landesmuseum in Halle gesehen. Die Schau lief sechs Monate und wurde am Sonntag beendet. "Für eine Ausstellung mit regionalem Bezug ist das ein sehr großer Erfolg", sagte Landesarchäologe Harald Meller der Nachrichtenagentur dpa. Die Ausstellung bot Einblicke in bislang unbekannte Rituale der Steinzeit.

Vor etwa 5300 Jahren, also 3300 vor Christus - BC in der englischen Abkürzung -, nutzten Menschen ein 40 Hektar großes Areal in der Nähe des heutigen Ortes Salzmünde (Saalekreis). Gegraben wurde dort zwischen 2006 und 2008. Die Archäologen fanden menschliche Überreste in Gräbern, Gruben und hunderte Schädel in kilometerlangen Gräben. In einer Grube waren neun Tote, vier erwachsene Frauen und fünf Kinder, bestattet. Das Grab wurde im Block geborgen und in der Ausstellung aufwendig in Szene gesetzt.