Minsk - Gastgeber Weißrussland, Außenseiter Frankreich und der 12-malige Champion Tschechien haben sich für das Viertelfinale der Eishockey-WM qualifiziert. Die Weißrussen setzten sich in Minsk 3:1 (2:0,0:1,1:0) gegen Lettland durch.

Dank des Doppelschlags von Geoff Platt und Michail Grabowski (9. Minute) sowie des Treffers von Sergej Kostizyn eine Sekunde vor Schluss zogen sie zum ersten Mal seit 2009 in die Runde der besten Acht ein. Dank eines 6:2 (2:1,0:1,4:0) gegen Dänemark sicherten sich die Franzosen erstmals seit 19 Jahren wieder einen Platz in der K.o.-Runde. Von dem Erfolg profitierten auch die Tschechen um Altstar Jaromir Jagr.

Zum überragende Akteur der Franzosen avancierte Stürmer Stephane da Costa mit zwei Treffern (51./56.) und zwei Vorlagen. "Das ist großartig", sagte der Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:1, Antoine Roussel, "ich glaube nicht, dass ich es schon realisiert habe." Die Equipe Tricolore hatte bei der umstrittenen WM-Premiere in Weißrussland mit Siegen über Kanada und Slowakei überrascht.

In der Gruppe A sind damit alle Viertelfinal-Plätze vergeben, nachdem zuvor schon Olympiasieger Kanada und Titelverteidiger Schweden das Weiterkommen perfekt gemacht hatten. Zudem steht Italien nach der 1:5-Niederlage gegen Schweden als Absteiger fest und tritt im kommenden Jahr wie Kasachstan bei der B-WM an.

In der Gruppe B haben neben dem Gastgeber bislang Rekordweltmeister Russland und die USA ihre Tickets für die K.o.-Runde gelöst. Den letzten Viertelfinal-Platz werden Lettland oder Finnland einnehmen.

Die Finnen wahrten mit einem 4:3 (2:2,2:0,0:1) über die Kasachen ihre Chance. Letztmals hatte das finnische Team 1955 die besten Acht verpasst. Während Finnland bereits alle Vorrundenpartien bestritten hat, treten die Letten am Dienstag gegen die Schweiz an. Der Vize-Weltmeister von 2013 ist ausgeschieden und muss wie die deutsche Auswahl nach der Vorrunde die Heimreise antreten.