Leipzig - Die Fußball-Drittligisten SG Dynamo Dresden, Energie Cottbus, Hansa Rostock, FC Rot-Weiß Erfurt, Hallescher FC und Chemnitzer FC blicken der endgültigen Lizenzentscheidung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am kommenden Dienstag optimistisch entgegen. Auch wenn bei einigen Clubs wegen zu erfüllender Auflagen und Bedingungen in den Chefetagen noch mit Hochdruck gearbeitet wird. Vor allem die Erfurter kämpfen noch um Erfüllung der Bedingungen. "Die Verhandlungen mit Sponsoren laufen noch und wir hoffen, dass wir das in den nächsten fünf Tagen hinbekommen", sagte Erfurts Pressesprecher Wilfried Mohren am Freitag.

Durch die 0:5-Niederlage im Thüringer Pokalfinale gegen den FC Carl Zeiss Jena und der damit verpassten Qualifikation für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal fehlen den Erfurtern die fest eingeplanten und dringend benötigten 100 000 Euro. Präsident Rolf Rombach hatte angekündigt, alles zu versuchen, um die fehlenden Gelder zu beschaffen: "Es wird schwer, aber wir werden kämpfen." Die Erfurter müssen bis zum 27. Mai Sponsorenverträge und Bürgschaften im niedrigen sechsstelligen Bereich nachweisen. Am 28. Mai fällt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Lizenzentscheidungen.

Die finanziell ebenfalls nicht auf Rosen gebetteten Rostocker haben mit dem Gewinn eines neuen Sponsors eine Sorge weniger, müssen aber wie gewohnt Nacharbeiten erledigen. Dabei geht es vor allem um die Hinterlegung einer Liquiditätsreserve beim, die sich nach Medienberichten auf 1,2 Millionen Euro belaufen soll. Der Verein bestätigte die Summe nicht. "Wir sind noch nicht durch. Es ist nach wie vor schwierig. Wir haben einen klaren Plan und sprechen mit allen unseren Partnern", erklärte der Vorstandsvorsitzende Michael Dahlmann.

Die Zweitliga-Absteiger Energie Cottbus und SG Dynamo Dresden rechnen mit einer problemlosen Lizenzerteilung. Cottbus musste lediglich noch einige unterschriebene Sponsoren-Unterlagen nachreichen, was bereits geschehen ist, wie der Verein am Freitag mitteilte. Dresden muss noch einige Bedingungen erfüllen, nannte dabei aber keine Details. "Wir haben Hausaufgaben zu erledigen, aber ich bin optimistisch, dass wir sie erfüllen und den Spielbetrieb in der dritten Liga stemmen können", sagte Geschäftsführer Robert Schäfer.

Entspannt sind die Hallenser. Dem Präsidium war es schon nach zwei Wochen gelungen, den geforderten zusätzlichen Liquiditätsnachweis von 436 000 Euro über zusätzliche Sponsorengelder und Bürgschaften zusammenzubekommen. "Wir gehen fest davon aus, dass das Thema Lizenz damit durch ist", erklärte Vize-Präsident Jörg Sitte. Auch in Chemnitz geht man von einer Lizenzerteilung aus. "Wir haben dem DFB wie jedes Jahr bestimmte Erträge, insbesondere Werbeeinnahmen, nachzuweisen und werden die geforderten Unterlagen fristgerecht bis Dienstag einreichen", sagte CFC-Geschäftsführer Sven-Uwe Kühn.