Dessau-Roßlau - Die Wählergruppen sind im Stadtrat von Dessau-Roßlau hinter der CDU und der Linken wieder drittstärkste Kraft geworden. Laut vorläufigem Ergebnis bekamen sie am Sonntag 17,5 Prozent der Stimmen. Allein Pro Dessau schaffte 9,9 Prozent, wie der Landeswahlleiter in Magdeburg mitteilte. Bei der vorherigen Wahl im Jahr 2007 hatten die Wählergruppen 18,6 Prozent erzielt, davon Pro Dessau 10,7 Prozent. Dessau-Roßlau mit heute rund 84 000 Einwohnern war 2007 mit der Fusion der beiden Kommunen entstanden.

Die Christdemokraten sind mit 28,3 Prozent (2007: 26,6 Prozent) stärkste Kraft im Stadtparlament. Für die Linke votierten 21,3 Prozent (2007: 18,8 Prozent). Die SPD büßte Stimmen ein - von 16,0 Prozent im Jahr 2007 kamen die Sozialdemokraten auf 14,1 Prozent. Die FDP rutschte von 7,6 Prozent auf 4,5 Prozent ab. Hingegen legten die Grünen mit 6,5 Prozent in der Gunst der Wähler zu (2007: 4,2). Die eurokritische AfD kam auf 5,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag in Sachsen-Anhalts drittgrößter Stadt mit 47,1 Prozent höher als 2007 mit 46,2 Prozent.