München - Ein Mann aus Sachsen-Anhalt soll heute im NSU-Prozess über ein mögliches Waffengeschäft des mitangeklagten Ralf Wohlleben aussagen. Der Zeuge wurde auf Antrag des Nebenkläger-Anwalts Alexander Hoffmann geladen. Er soll über einen Kontakt zwischen Wohlleben und einem inzwischen in Polen inhaftierten Straftäter aussagen. Wohlleben soll bei diesem eine Waffe besorgt und ihm im Tausch ein Gerät gegeben haben, mit dem sich Wegfahrsperren von Autos knacken lassen.

Der Zeuge verbüßt nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa derzeit eine elfjährige Haftstrafe wegen schweren Raubes in der Justizvollzugsanstalt Burg und ist wegen eines Waffendelikts vorbestraft. Wegen politisch motivierter Straftaten fiel er dagegen bisher nicht auf.