Gera - Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Seniorin nach dem Sex mit einem Nachbarn soll heute das Urteil gesprochen werden. Die Staatsanwaltschaft hat für den 34 Jahre alten Angeklagten, der sich am Landgericht Gera verantworten muss, lebenslange Haft wegen Totschlags im besonders schweren Fall gefordert. Die Verteidigung sieht dagegen nicht genügend Indizien für eine Verurteilung des Mannes und verlangt Freispruch.

Der Angeklagte soll sich nach einer Grillparty in Schleiz mit der deutlich älteren Nachbarin beim Sex vergnügt und dabei einen Wutausbruch bekommen haben. Laut Anklage schlug er der nackt und wehrlos auf einer Couch liegenden Frau eine Flasche mit großer Wucht auf den Kopf. Als die 69-Jährige vom Sofa fiel, soll er weiter mit einem Toaster und einem Laminiergerät auf sie eingeprügelt und die Frau gewürgt haben, so dass sie starb.