Quedlinburg - In der Fachwerkstadt Quedlinburg hat am Donnerstag das Stadtfest rund um das Jubiläum "20 Jahre Unesco-Welterbe" begonnen. Wolfgang Scheller, stellvertretender Bürgermeister der Stadt, eröffnete das viertägige Fest, zu dem mehrere Zehntausend Menschen erwartet werden. Mit Musik, Theater, Führungen und Ausstellungen soll die Stadtgeschichte zwischen Rathaus und Schlossberg lebendig werden, hieß es von den Organisatoren. Zentraler Veranstaltungsort sei der Markt, der sich nach mehrjähriger Sanierung in neuem Glanz präsentiert. Auch das Schlossmuseum und einige Kirchen seien Teil des Festprogramms.

Der Titel "Unesco-Welterbestadt" beschert Quedlinburg seit 1994 viele Touristen und eine hohe Bekanntheit im In- und Ausland. Im historisch bebauten Stadtkern stehen auf rund 80 Hektar etwa 1300 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten - allein 800 von ihnen sind als Einzeldenkmäler ausgewiesen. Vor 20 Jahren hat sie die Unesco gemeinsam mit Stiftskirche und Schloss unter ihren Schutz gestellt und in den Status eines Flächendenkmals erhoben.

Quedlinburg ist eines von 38 Welterbestätten in Deutschland, deren Förderung noch in diesem Jahr neu geregelt wird. Denn das Investitionsprogramm Nationale Unesco-Welterbestätten läuft aus. Seit 2009 wurden mit der Bund-Länder-Förderung rund 220 Millionen Euro bereitgestellt. Das Geld fließt in die Erhaltung der Bauten. Allein in Quedlinburg sind noch etwa 40 Altstadthäuser unsaniert.