Magdeburg - Rund 2500 Menschen haben in Magdeburg am Himmelfahrtstag das "Fest der Begegnung" besucht und damit ein Zeichen für ein friedliches Miteinander gesetzt. Am neuen Standort außerhalb des Stadtzentrums sei das angesichts der kühlen Temperaturen und des wolkenverhangenen Himmels eine gute Zahl, sagte ein Polizeisprecher. Anders als im sonst genutzten Stadtpark habe es keine Menschen gegeben, die das Festgelände nur passiert hätten. Diejenigen, die gekommen seien, hätten wirklich zu dem Fest gewollt. Bei vorangegangenen "Festen der Begegnung" waren rund 5000 Besucher gezählt worden.

Das multikulturelle Fest war zwei Jahre nach den rechtsextremen Himmelfahrtskrawallen des Jahres 1994 ins Leben gerufen worden, bei denen stundenlang Ausländer durch die Innenstadt gehetzt worden waren. Nach den Krawallen 1994 sah sich die Polizei massiven Vorwürfen ausgesetzt, sie habe die Ausländer nicht ausreichend geschützt und keinen Unterschied zwischen Opfern und Tätern gemacht.

Schon zum 19. Mal haben Polizei, Kirchen und die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt das Fest auf die Beine gestellt. Es gab ein Bühnenprogramm unter anderem mit Zeitzeugengesprächen. Die Polizei stellte ihre Arbeit vor ebenso wie Vereine, die sich um Ausländer bemühen.