Dresden - Die ostdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie will einen Aufschub beim Mindestlohn erreichen. "Wir brauchen zumindest eine Übergangsregelung bis Anfang 2017, damit sich die Firmen auf die neue Situation einstellen können", sagte Bertram Höfer, Chef des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, am Montag in Dresden. Zwar liege der Einstiegslohn in tarifgebundenen Firmen heute schon bei 8,60 Euro pro Stunde. Allerdings seien viele Betriebe tariflich nicht gebunden und müssten in Grenznähe zu Polen und Tschechien wettbewerbsfähig bleiben. Für dieses Jahr schöpft die Branche nach Umsatzeinbußen 2013 wieder Hoffnung.