Magdeburg - Sechs Jugendliche sind in Sachsen-Anhalt auf einen Güterzug geklettert und damit fast 35 Kilometer weit durch die Nacht gefahren. Als sie sich kaum noch auf dem Zug halten konnten, der mit bis zu Tempo 100 unterwegs war, setzte einer von ihnen per Mobiltelefon einen Notruf ab, wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte. Kurz bevor die Fahrt im Bereich Sachsendorf endete, nutzten die blinden Passagiere eine Temporeduzierung auf etwa 40 Kilometer in der Stunde und sprangen ab. Beim Sturz auf die Bahnböschung zogen sie sich Schürfwunden und Prellungen zu.

Die zwischen 15 und 17 Jahre alten Jugendlichen waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Mittwoch im Magdeburger Hauptbahnhof auf den Zug geklettert. Dieser hatte sich dann in Richtung Halle in Bewegung gesetzt. Vier der Jugendlichen kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.