Leuna - Am Chemiestandort Leuna wird belastetes Grundwasser nun mit einem neuen Verfahren gereinigt. Am Donnerstag ging eine Anlage offiziell in Betrieb, die zum Beispiel Benzol aus mehr als 600 Kubikmetern Grundwasser pro Tag filtern kann. Laut Umweltministerium wird das Wasser gereinigt, indem es durch bepflanzte Bodenfilter fließt wie auch durch Filter- und Grabensysteme. Chemikalien seien nicht nötig. Bei der Entwicklung hatten das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und die Landesanstalt für Altlastenfreistellung zusammengearbeitet. Ziel ist, die Altlasten zu beseitigen und damit den Weg freizumachen für weitere Unternehmensansiedlungen.

Boden und Grundwasser am rund 1300 Hektar großen Standort Leuna sind massiv kontaminiert - etwa aufgrund von Havarien und Kriegseinwirkungen. Es ist laut Ministerium eines von sieben ökologischen Großprojekten in Sachsen-Anhalt. Für die Altlastensanierung dort hätten Bund und Land bislang mehr als 81 Millionen Euro ausgegeben.