Magdeburg - Sachsen-Anhalt hält es für möglich, in Deutschland mehr syrische Flüchtlinge als bislang vereinbart aufzunehmen. "Angesichts der humanitären Notlage in Syrien stehen wir einer Aufnahme weiterer 10 000 Personen aus Syrien grundsätzlich positiv gegenüber, wenn in den laufenden Beratungen mit dem Bund eine Verständigung über für die Länder akzeptable Rahmenbedingungen erreicht werden kann", teilte das Innenministerium auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa in Magdeburg mit.

Bislang ist beschlossen, dass Deutschland insgesamt 10 000 Syrer im Rahmen von zwei Kontingenten aufnimmt - auf Sachsen-Anhalt entfallen rund 300. Ob weitere folgen sollen, ist Thema auf der Innenministerkonferenz vom 11. bis 13. Juni.

Aus dem Innenministerium von Sachsen-Anhalt hieß es weiter, zwischen Bund und Ländern gebe es intensive Gespräche über die Möglichkeiten und dem Umfang eines weiteren Aufnahmekontingents für syrische Flüchtlinge. Ob bei der bevorstehenden Innenministerkonferenz Eckpunkte festgeschrieben werden könnten, bleibe abzuwarten.