Halle - Sachsen-Anhalts Ex-Ministerpräsident Wolfgang Böhmer hat seinen verstorbenen Amtsvorgänger Reinhard Höppner gewürdigt. Bei den Verhandlungen zum zweiten Solidarpakt habe er sich mit Sicherheit Verdienste erworben, sagte der CDU-Politiker dem Sender MDR Info. "Damals sind die wichtigsten Entscheidungen getroffen worden für den Solidarpakt II, der ja noch bis 2019 gilt und von dessen Finanzhilfen wir heute noch als Land Sachsen-Anhalt leben", so Böhmer. Kritisch äußerte er sich zum "Magdeburger Modell", bei dem eine SPD-geführte Minderheitsregierung unter Reinhard Höppner sich von der PDS tolerieren ließ. Das sei nicht die beste Lösung für das Land gewesen.

Höppner war in der Nacht zum Montag nach langer Krankheit gestorben. Der Sozialdemokrat war von 1994 bis 2002 Regierungschef.