Magdeburg - Die SPD in Sachsen-Anhalt hat sich am Montag bestürzt über den Krebstod ihres ehemaligen Ministerpräsidenten Reinhard Höppner gezeigt. "Die Sozialdemokratie und das Land Sachsen-Anhalt verlieren damit einen großen Politiker der ersten Stunde, der sein politisches Wirken stets dem Ausgleich zwischen Ost und West gewidmet hat", erklärte die Landes- und Fraktionsvorsitzende der SPD, Katrin Budde, in Magdeburg. Als einer der Väter der Verfassung und Ministerpräsident von 1994 bis 2002 sei Höppner maßgeblich am Aufbau des Landes Sachsen-Anhalts beteiligt gewesen.

"Er war ein leidenschaftlicher Vorkämpfer für die Interessen Ostdeutschlands und hat sehr viel für die Herstellung der inneren Einheit Deutschlands erreicht", sagte die Parteichefin. Höppner sei ein offener, warmherziger und bescheidener Mensch gewesen: "Wir trauern heute um einen Politiker mit Seele."

Höppner war in der Nacht zu Pfingstmontag nach langer Krankheit gestorben. Der Sozialdemokrat war von 1994 bis 2002 Regierungschef von Sachsen-Anhalt.