Magdeburg - Nach dem Tod des früheren Politikers, Kirchentagspräsidenten und Synodenpräses Reinhard Höppner hat Landesbischöfin Ilse Junkermann seine "Menschenkenntnis und sein diplomatisches Geschick" gewürdigt. "Wir werden seinen Rat vermissen und ihm ein ehrendes Andenken in unserer Kirche bewahren", teilte die Bischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) am Montag in Magdeburg mit.

"Ob als Mitglied der Kirchenleitung oder Präses der Synode, seine Analysen und sein kluger Verstand, aber auch seine Menschenkenntnis wie auch sein diplomatisches Geschick waren stets hoch geschätzt", erklärte Junkermann.

Höppner war in der Nacht zu Pfingstmontag nach langer Krankheit gestorben. Der Sozialdemokrat war von 1994 bis 2002 Regierungschef von Sachsen-Anhalt, aber bereits von 1972 bis 1994 Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. Er war seit 1994 Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages, von 2001 bis 2007 Mitglied in dessen Vorstand und zudem Präsident des 31. Deutschen Kirchtages 2007 in Köln.