Hergisdorf - Die traditionelle Schlammschlacht für den Einzug des Sommers war in diesem Jahr eigentlich überflüssig, dennoch ließ sich die Pfingstgesellschaft Hergisdorf ihr "Dreckschweinfest" nicht nehmen. Tausende Schaulustige verfolgten das Fest mit der Pampe am Pfingstmontag im Mansfelder Land. "Trotz sommerlichen Badewetters sind so viele Besucher gekommen wie lange nicht mehr", sagte der Vorsitzende der Gesellschaft, Jürgen Colawo.

Nach dem uralten Brauch treiben Mitglieder der Gesellschaft - ausschließlich Männer - den Winter aus. Dazu springen die "Dreckschweine", die die kalte Jahreszeit verkörpern, immer wieder in ein Schlammloch. Weiß gekleidete Läufer, die den Sommer darstellen, gehen mit langen Peitschen dazwischen, bis das letzte "Dreckschwein" aus der Pampe vertrieben ist. "Dann hat der Sommer gesiegt", erklärte Colawo. Das Fest sei einer der ältesten Pfingstbräuche und gehe bis in die vorchristliche Zeit zurück. Den ältesten Nachweis in Hergisdorf gebe es im Kirchenbuch aus dem Jahr 1620.