Magdeburg/Halle - Sachsen-Anhalts Großstädte Magdeburg und Halle haben im Gegensatz zu Städten in Sachsen keine Probleme mit der zunehmenden Zahl an Fernbussen. Magdeburg hat einen zentralen Busbahnhof direkt am Hauptbahnhof und sieht sich gut gerüstet. "Wir als Stadt sagen: Das Angebot ist ausreichend", sagte Stadtsprecherin Cornelia Poenicke. Wenn die Betreiber der Fernbusse zusätzliche Angebote wollten, stelle sich auch die Frage der Bezahlung. Dabei habe Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) bereits klargestellt, dass sich die Anbieter dann finanziell beteiligen müssten.

In Halle gibt es ebenfalls einen Zentralen Omnibusbahnhof in direkter Nähe des Hauptbahnhofs. Der Busbahnhof war ursprünglich nur für den Personennahverkehr eingerichtet worden, inzwischen haben Fernbusse dort einen eigenen Bussteig. Die Nachfrage steige stetig, sagte Stadtsprecher Drago Bock. Eine Kapazitätserweiterung in der Nähe des Zentralen Omnibusbahnhofes werde deshalb geprüft. Zuständig wäre dann nach Auffassung der Stadt der Bund, weil es um Fernbuslinien gehe.

In Sachsen gibt es bereits Engpässe für die Fernbusse. In Dresden halten die Fahrzeuge derzeit in einer Nebenstraße des Hauptbahnhofs, dort ist von Fernbus-Chaos die Rede. Für den Bau eines Busbahnhofs fehlt derzeit das Geld. Auch in Leipzig wird über den Bau neuer Haltestellen diskutiert. Seit Anfang 2013 sind rechtliche Beschränkungen für Fernbusse weitgehend abgeschafft, eine ganze Reihe von privaten Anbietern bieten Fernbus-Reisen als Alternative zur Bahn.