Dessau-Roßlau - Das Berufliche Aus- und Fortbildungszentrum in Anhalt e.V. hat Insolvenz angemeldet. Für die 16 Mitarbeiter sei bei der Agentur für Arbeit die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds beantragt worden, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Christian Heintze von der Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff am Mittwoch mit. Ziel sei es, den Verein zu sanieren. Die Weiterbildungskurse mit derzeit rund 90 Teilnehmern würden fortgesetzt.

Nach Angaben einer Sprecherin der Insolvenzverwaltung wird geprüft, ob es unter dem abberufenen Geschäftsführer des Vereins zu finanziellen Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Mit dem sogenannten Dessauer Fördermittelskandal, bei dem Millionen für die Qualifizierung von Arbeitnehmern in dunklen Kassen verschwunden sein sollen, habe der Fall nach bisherigen Erkenntnissen aber nichts zu tun.