Dessau-Roßlau - Er soll seine Mutter im Streit bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und dann in die Elbe geworfen haben - seit Mittwoch muss sich ein 56 Jahre alter Mann aus Aken (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) erneut wegen des gewaltsamen Todes der 76-Jährigen im Jahr 2011 vor Gericht verantworten. Der Angeklagte äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Seine Anwälte kündigten in der Verhandlung vor dem Landgericht Dessau-Roßlau an, dass es keine Einlassungen ihres Mandanten geben werde.

Das Landgericht hatte den Mann 2012 zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Die Richter sprachen ihn der gefährlichen Körperverletzung und fahrlässigen Tötung schuldig. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil jedoch später aus formellen Gründen auf und wies den Fall zur Neuverhandlung zurück an das Landgericht. Der Vorsitzende Richter Stefan Caspari verwies am Mittwoch darauf, dass es für den Angeklagten im neuen Prozess maximal vier Jahre Haft geben könne, da nur die Verteidigung Revision eingelegt hatte.

Als einzige Zeugin am Mittwoch sagte eine Polizistin über den Verlauf der Ermittlungen aus. Vorerst hat das Gericht elf weitere Verhandlungstage bis 25. Juli anberaumt. Zahlreiche Zeugen sind geladen. Die Mutter des Mannes war laut Obduktionsergebnis ertrunken.