Magdeburg - Rund zwei Dutzend Menschen haben am Donnerstag vor dem Landtag in Magdeburg gegen Abschiebungen demonstriert. Anlass ist die Abschiebung einer libyschen Familie aus Magdeburg nach Italien. Auf Transparenten hieß es "Bleiberecht ist Menschenrecht" und "Residenzpflicht abschaffen". Die Familie war am Dienstag über Berlin nach Rom gebracht und nach Angaben eines Unterstützerkreises dort am Bahnhof zurückgelassen worden. Die Integrationsbeauftragte von Sachsen-Anhalt, Susi Möbbeck, sagte MDR Sachsen-Anhalt, nach den Regeln der EU sei das Land in Europa zuständig, in dem die Flüchtlinge angekommen seien. Diese Regelung müsse auf Bundesebene überprüft werden.