Berlin - An die Gründung der zentralen Stasiopfer-Gedenkstätte vor 20 Jahren wird heute in Berlin erinnert. Zu der Pressekonferenz im einstigen Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit wird auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erwartet. Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe will auch über künftige Projekte informieren.

Nach Angaben der Gedenkstätte haben seit Juni 1994 mehr als 3,3 Millionen Menschen den authentischen Ort mit original erhaltenen Zellen und Verhörräumen in Hohenschönhausen kennengelernt. Aus dem düsteren Haftort sei eine lebendige Erinnerungsstätte geworden. Frühere Häftlinge berichten bei Führungen von einstiger Gewalt, Überwachung und Selbstbehauptung hinter Gittern.

In Hohenschönhausen waren DDR-Bürgerrechtler wie Bärbel Bohley, Jürgen Fuchs und Ulrike Poppe eingesperrt. Auf DDR-Karten war das Gefängnis ein weißer Fleck. Verhöre und Einzelhaft sollten die Oppositionellen zermürben. Das unter Denkmalschutz stehende Areal wird vom Bund und dem Land Berlin mit 1,2 Millionen Euro im Jahr finanziert.