Merseburg - Mehrere Hundert Teilnehmer eines Bündnisses gegen Rechts haben am Samstag in Merseburg (Saalekreis) einen Marsch von Rechtsextremen blockiert. Nach Angaben eines Polizeisprechers waren bis zum Mittag knapp 200 Rechte aufgelaufen. Aus Protest dagegen hätten sich etwa 450 Menschen an elf Veranstaltungen wie Konzerten, Mahnwachen, Kundgebungen und Friedensgebeten beteiligt. Eine Gegendemonstration war ursprünglich nicht geplant.

Um das Losmarschieren der Rechten zu verhindern, hätten sich in einer ersten Spontandemo rund 270 Menschen zusammengetan. In einer zweiten Aktion versuchten laut Polizeisprecher wieder mehrere Hundert Demonstranten, die Rechten am Weitermarschieren zu hindern. Letztlich seien diese wenige Hundert Meter vorangekommen. Größere Zwischenfälle waren zunächst nicht bekannt. Die Polizei war mit 350 Beamten im Einsatz.