Magdeburg - Aus Sicht der Gymnasiallehrer scheitern zu viele Kinder auf dem Weg zum Abitur. Sie fordern deshalb das Ende der freien Schulwahl und ein Zurück zu verbindlichen Laufbahnempfehlungen. Von 100 Schülern müssten 30 bis 35 das Gymnasium vor dem Ende der zehnten Klasse wieder verlassen, sagte der Vorsitzende des Philologenverbandes Sachsen-Anhalt, Jürgen Mannke, in einem am Samstag erschienenen Interview der "Magdeburger Volksstimme". "Wir müssen zurück zur verbindlichen Schullaufbahnempfehlung, weil die zu 90 Prozent richtig liegt."

Früher hatte es je nach Leistung eines Schülers eine verbindliche Empfehlung gegeben, ob das Kind ein Gymnasium besuchen soll. Dies hatte die CDU/SPD-Koalition abgeschafft und den Eltern im Jahr 2012 Wahlfreiheit gegeben.